Die Jungfreisinnigen Winterthur (JFW) anerkennen das Engagement der Teilnehmenden der Winterthurer Klimademonstration vom 6. April 2019. Um der Klimaveränderung zu begegnen und das Pariser Abkommen umzusetzen, braucht es aber innovative und liberale Lösungsansätze.

Die Klimastreiks der Schülerinnen und Schüler haben die Klimapolitik zuoberst auf die politische Agenda gesetzt, die jüngsten Wahlergebnisse wiederspiegeln ein gestiegenes Bewusstsein für das Problem in der Bevölkerung. Es herrscht denn auch Konsens darüber, dass Massnahmen zur Verringerung der CO2-Emissionen notwendig sind. Die JFW sprechen sich jedoch vehement gegen Verbote, Regulierungen und staatliche Massnahmen aus. Eine Umweltpolitik geprägt von Ideologie und dem Ruf nach mehr Staat kann keine Basis für eine langfristig nachhaltige Klimapolitik sein. Die Teilnahme an einer (bewilligten) Demonstration ist legitim und die JFW begrüssen das politische Interesse der Jugend ausdrücklich – egal welchen politischen Couleurs – sofern daraus auch konkrete Beiträge resultieren. Diese effektiven Beiträge zur Problem-bekämpfung müssen unaufgeregt und vor allem fernab jeder Ideologie zustande kommen.

Die JFW sind deshalb der Überzeugung: Es braucht andere Lösungen, die nahe bei den Menschen sind und nicht unnötig in die individuelle Freiheit – ein Grundpfeiler unserer Demokratie – eingreifen. Darunter verstehen wir:

–   Die Förderung von Innovation zur Schonung der natürlichen Ressourcen. Mit ZHAW und ETH haben wir lokal eine hervorragende Ausgangslage der
Forschung in der Schweiz, die es zu unterstützen gilt.

–   Anreize zur Förderung und Sensibilisierung klimafreundlichen Verhaltens. Ein Umdenken in der Gesellschaft führt zu mehr Erfolg als Zwang.

–   Deregulierung bspw. im Bereich der Gebäudesanierungen, wo grosses Potential vorhanden ist, an Emissionen einzusparen. Auch muss in vorhandenen
Bauzonen dichter gebaut werden können.

Dies sind Ansätze, welche Anreize für eine Klimapolitik mit Zukunft schaffen. Denn die JFW negieren nicht die Bedeutung der Diskussion, sondern wollen den Fokus auf langfristige, nachhaltige Lösungen legen. Dies funktioniert nur durch ein unideologisches Umdenken der Bevölkerung.

Bei Rückfragen:
– Raphael Perroulaz, Präsident JFW, 079 402 73 37