Die Sekundarschulgemeinde Rickenbach plant die Sanierung und Erweiterung ihrer Schulhäuser, dafür sollen 14,2 Millionen Franken ausgegeben werden. Diese Summe ist doppelt so hoch wie ursprünglich angenommen. Die Jungfreisinnigen der Bezirke Winterthur und Andelfingen (JFW) finden: Das ist verantwortungslos und lässt eine mangelhafte Projektplanung vermuten. Öffentliche Bauprojekte müssen effizient und sparsam realisiert werden.

Die jüngst publizierten Informationen zum Erweiterungs- und Sanierungsprojekt der Sekundarschulanlage Rickenbach werfen grosse Fragen auf. Die nun veranschlagten 14,2 Millionen Franken übersteigen den ursprünglichen Rahmen deutlich – fast das Doppelte der zunächst diskutierten Summe.

Die JFW stellen mit Besorgnis fest: Die Kostenentwicklung zeigt, dass das Projekt nicht mit der nötigen finanziellen Zurückhaltung und planerischen Sorgfalt vorbereitet wurde. Vor dem Hintergrund begrenzter öffentlicher Mittel und wachsender finanzieller Belastung der Steuerzahlenden erwarten die Jungfreisinnigen Winterthur eine verantwortungsvolle Investitionspolitik. Solch anspruchsvolle Projekte müssen frühzeitig geplant und auf Effizienz sowie Sparpotenziale geprüft werden.

Die JFW fordern die verantwortlichen Gemeindebehörden und die Schulpflege auf, das Projekt nochmals zu überarbeiten und – wo möglich und sinnvoll – Sparmassnahmen zu identifizieren. Eine funktionale, zweckmässige und nachhaltige Schulhauslösung ist unbestritten notwendig, doch sie muss auch finanziell tragbar sein. Wir erwarten, dass sämtliche geplanten Massnahmen hinsichtlich ihres Nutzens, ihrer Notwendigkeit und ihrer Kostenfolgen nochmals kritisch hinterfragt werden. Nur so lässt sich ein Projekt realisieren, das dem Bedarf gerecht wird und zugleich den Anforderungen an eine verantwortungsvolle öffentliche Investition entspricht.

Eine zukunftsfähige Schule muss in erster Linie praktisch, geeignet und wirtschaftlich sein. Es ist an der Zeit, dass sich die Projektverantwortlichen auf das Wesentliche konzentrieren und den verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Mitteln wieder ins Zentrum rücken. Wir appellieren an den Gemeinderat und die Stimmbevölkerung von Rickenbach, dass die geplanten Investitionskosten nochmals kritisch hinterfragt werden, damit im Falle von Kostenabweichungen das Kostendach von 14,2 Millionen Franken auch sicher eingehalten wird und das Projekt im Idealfall günstiger ausfällt.

Kontakt

Elektra Langerweger
Präsidentin Jungfreisinnige Winterthur

info@jfw.ch