Die Jungfreisinnigen Winterthur (JFW) fassten an ihrer letzten Mitgliederversammlung die Parole zur städtischen Abstimmung vom 29. November 2020, den Kredit für die Querung Grüze.

Nach einem Input-Referat von Armand Bosonnet, Projektleiter im Tiefbauamt der Stadt Winterthur wurde die anstehende Abstimmungsvorlage behandelt und rege diskutiert.

Neubau einer Brücke «Querung Grüze»:          JA
Neuhegi-Grüze gilt als Entwicklungsgebiet mit grossem Potential für die Stadt Winterthur. Viele Wohnungen und auch Arbeitsplätze sind bis heute im Dreieck der Bahnhöfe Oberwinterthur, Hegi und Grüze bereits entstanden. Im Endausbau spricht die städtische Planung von bis zu 10’000 neuen Arbeitsplätzen und Wohnraum für 3000 Menschen. Nicht ausgeschöpft sind jedoch die Möglichkeiten des öffentlichen Verkehrs: Bis heute fehlt eine Busverbindung zwischen dem Hauptbahnhof und dem Bahnhof Grüze ‒ dieser befindet sich heute regelrecht in einem Dornröschenschlaf. Zukünftig soll hier jedoch mit der Querung Grüze als wichtigstes Schlüsselelement ein ÖV-Knotenpunkt entstehen.

Obwohl die neue Brücke die Verkehrserschliessung mit dem Auto nicht löst und sich auch direkte Anschlussprojekte (Anschluss St. Gallerstrasse und Veloquerung) in Millionenhöhe ergeben, überwiegen die Vorteile der Investition. Von den Gesamtkosten müsste die Stadt lediglich 5 Mio. Franken tragen. Zwar handelt es sich auch bei den Geldern von Bund und Kanton um Steuern- und Gebührengelder, doch sie belasten den arg strapazierten, städtischen Finanzhaushalt nicht weiter.

Die Jungfreisinnigen Winterthur stehen auch nach Abwägung der negativen Punkte mit einer deutlichen Ja-Parole hinter diesem wichtigen Projekt im aufstrebenden Osten Winterthurs und hinter dem Kredit über 59.4 Mio. Franken. Dazu meint unser Präsident und FDP-Gemeinderat Raphael Perroulaz: «Trotz hohen Investitionskosten entsteht ein eigentlicher Motor für die Stadtentwicklung im Umfeld Neuhegi-Grüze. Die Umsetzung von privaten Projekten ist von einer effizienten ÖV-Erschliessung abhängig und wird erst damit wirklich interessant.» Die Querung Grüze schafft eine deutliche Entlastung des Hauptbahnhofs und wertet den Bahnhof Grüze als wichtigen Bahnhof für das neue Wohn- und Arbeitsquartier auf.


Bei Rückfragen:
– Raphael Perroulaz, Präsident JFW und Gemeinderat FDP, 079 402 73 37